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© Roland Gröber 2012

Die Schalensteine am Pfitscher Sattel in der Texelgruppe -

ein astronomisches Bergheiligtum aus der Kupferzeit (ca. 3200 v.Chr.)

Der Pfitschersattel liegt oberhalb von Meran in der Texelgruppe am unteren Rand der Spronser Seenplatte. Hier befindet sich eine der größten Ansammlungen von Schalensteinen Südtirols mit etwa 30 Steinplatten aus Glimmerschiefer mit über 500 künstlich eingerie- benen meist runden Schalen unterschiedlicher Größe und Tiefe. Die Anlage wird von einer Mauer aus Steinplatten umfasst. Die Konstruktionsmerkmale der Anlage sind ein Indiz für einen Bau der Megalithkultur (3. Jt). Durch langjährige Forschungen des Meraner Arztes Dr. Franz Haller, des Bremer Geometers Dr. Aribert Egen und meine darauf aufbauenden Forschungen seit 2006 können für einige der Scha- lensteine am Pfitscher Sattel astronomische Bezüge nachgewiesen werden. Diese erlauben  auch eine Datierung anhand von Sternvisuren in die Epoche um 2500 v.Chr. Dies wurde auch durch archäologische Grabungen weitgehend bestätigt. Durch die Fülle der auf den Schalensteinen dokumentierten astronomischen Beobachtungen von Sonne, Mond und Sternen, die neben der praktischen Anwendung wohl auch kultischen Zwecken diente, kann man ohne Übertreibung von der bedeutendsten frühzeitlichen Kultstätte Südtirols und von einem „Bergheiligtum“ am Pfitschersattel sprechen. Möglicherweise handelt es sich hier um die älteste Sternwarte der Welt in situ.
Lage:  Pfitschersattel in der Texelgruppe im Spronser Tal auf 2130 m Höhe. Geographische Koordinaten: Länge: 46d 43’ 40” N Breite: 11d 06’ 20” E Zugang: von der Bergstation der Hochmutbahn über Gasthaus Hochmuth und Jägersteig ca. 3h Unterkunft: Berggasthof Oberkaseralm (ca. 15 min) mit der Möglichkeit zur Übernachtung (nach Anmeldung)
Roland Gröber Übersicht Schalensteine Pfitscher Sattel Umfassungsmauer Beispiele Schalensteine Deutung Downloads Panorama von der Sternplatte nach Osten, ca. 1 Meter über dem zentralen Visierpunkt
Letzte Aktualisierung: 11.09.2016
Pfitscher Sattel